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Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TBSV vor dem Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Kurzbeschreibung

Das Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol ist ein modernes Begegnungs- und Kompetenzzentrum für blinde und sehbehinderte Menschen. In dem viergeschossigen Gebäude sind unter anderem moderne Beratungsräumlichkeiten, eine ansprechende Hilfsmittelzentrale sowie eine eigene Frühförderstelle mit Spiel- und Bewegungsraum untergebracht. Blinde und sehbehinderte Tirolerinnen und Tiroler werden beraten und gestärkt, um ihre individuellen Lebensziele besser erreichen zu können.

Beispielfoto für barrierefreie Orientierung: Der blinde Michael Berger orientiert sich mittels Blindenstock und sprechenden Türschildern. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

In den beiden oberen Stockwerken des Gebäudes befinden sich sechs barrierefreie Wohneinheiten für Betroffene und eine Jugend-Wohngemeinschaft. Das Gebäude verfügt über einen ansprechend gestalteten Mehrzweckraum mit gemütlichem Caféteria-Bereich und wird als barrierefreies Veranstaltungszentrum genutzt.

Das Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol ist ein Vorzeigeprojekt für barrierefreies Bauen. Es ist das erste Gebäude in Österreich, bei dessen Errichtung die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen möglichst vollständig berücksichtigt wurden. Dementsprechend ist es auch ein Symbol für einen Sinneswandel. Das Zentrum repräsentiert eine Gesellschaft, in der blinde und sehbehinderte Menschen faire Chancen erhalten.

Das Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum als Veranstaltungszentrum: Das Bild zeigt den Mehrzweckraum bei einem Vortrag der blinden Sabriye Tenberken. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Eine kleine Gartenfläche, die vom Verkehrslärm durch eine Mauer geschützt wird, ist ebenfalls integrativer Bestandteil des Gebäudes. Für die vollständige Einrichtung des Gartens und des Computerschulungsraumes ist der TBSV aber weiterhin auf der Suche nach Sponsoren.

Geschichte

Das alte Gebäude des TBSV während der Abbrucharbeiten. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Bautechnische Mängel und akuter Raummangel für die ständig steigende Zahl der Klientinnen und Klienten machten 2006 den Abriss des alten Verbandsgebäudes notwendig. Am selben Standort erfolgte im November 2006 der Spatenstich. Der Entwurf des Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum stammt von den Innsbrucker Architekten Peter Mayrhofer, und Michael Pfleger sowie der Architektin Maria Schneider, welche eine öffentliche Ausschreibung für sich entscheiden konnten. Mithilfe der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol, zahlreicher Sponsoren und Spenderinnen bzw. Spendern sowie durch die gute Zusammenarbeit mit dem Architektenteam wurde der Bau dieses Vorzeigeprojektes ermöglicht.

Der Spatenstich wurde von Vizebrgm. Sprenger, TBSV Verkehrsreferent Graff, Landtagsabg. Schiessling, NHT-Direktor Leiter, Vizebrg. Platzgummer, Bgm. Zach, TBSV Obmann Payr und LH van Staa (v. links) vorgenommen. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Barrierefreie Orientierung

Die selbständige und barrierefreie Orientierung in dem viergeschossigen Haus für alle Menschen war ein wichtiges Ziel Gebäudes. Das gesamte Gebäude wurde nach dem Drei-Sinne-Prinzip geplant. Besucherinnen und Besucher finden sich sehend, hörend und tastend zurecht.

Eingefräste Bodenrillen und verschiedene Flächenstrukturen können mit Hilfe eines Blindenstockes gut erfasst werden und bilden ein Leit- und Orientierungssystem. Beschilderungen sind mit kontrastreichen Großbuchstaben ausgeführt und werden durch Blindenschrift und taktile Handlaufinformationen ergänzt. Zusätzlich sind "sprechende Türschilder“ vorhanden. Per Knopfdruck ertönt die Stimme von ORF-Tirol Sprecher Thomas Arbeiter, der über die entsprechenden Räumlichkeiten informiert. Viel Wert wurde auch auf die Lichtplanung gelegt, um dem Lichtbedarf von sehbehinderten Menschen zu entsprechend.

Zahlreiche Prominente feierten im Juli 2008 gemeinsam mit dem TBSV die Eröffnung des Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol.  Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Viel Wert bei der Planung des Gebäudes wurde auf eine gute Beleuchtung gelegt. Gerade sehbehinderte Menschen haben einen erhöhten Lichtbedarf und sind meist sehr blendempfindlich. Sie benötigen daher einen hohen Anteil an Indirektlicht. Reflexionsfreie Bodenoberflächen und die Kontrolle des Tageslichtes durch halbtransparente Sonnenschutzelemente sind ebenfalls von wichtiger Bedeutung. Glasflächen und Stufen wurden sehbehindertengerecht markiert. Dunkle Türen, die sich stark von den mit hellem Holz verkleideten Wänden abheben, machen es möglich, das sehbehinderte Menschen die Räumlichkeiten leichter finden.

Zahlen und Fakten

Link zu den Partnern und Förderern des Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol


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