Alles, was über Blinde und ihrem Streben nach Unabhängigkeit gesagt oder geschrieben wird, führt leicht dazu, dass manche Menschen - aus Respekt vor dieser Unabhängigkeit - zögern, ihre Hilfe anzubieten, selbst dann, wenn sie einen blinden Mitmenschen in Schwierigkeiten - auf der Straße, am Bahnhof oder anderswo - sehen.
Einem Schutzengel gleich heften sie sich an seine Fersen, um in einem kritischen Augenblick zu verhindern, dass er mit einem auf seinem Wege liegenden oder stehenden Gegenstand unliebsam in Berührung kommt. Diese Helfer sind dabei der Meinung, dass der Blinde nichts bemerkt.
Alle Sinne der Sehbehinderten sind im öffentlichen Raum hellwach, um mit ihnen das fehlende Augenlicht ausgleichen. Vor allem dem Gehör kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Irgendwann bemerkt die blinde Person doch den unerwarteten Schutzengel, was in vielen Fällen als störend empfunden wird oder gar verunsichert. Die gutgemeinte Hilfe kommt dadurch nicht zu ihrer Wirkung.
Zögern Sie deshalb nie, Ihre Hilfe ausdrücklich anzubieten.
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