Tiroler Torballer belegten vor heimischen Publikum Platz 4
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Am vergangenen Samstag fand zum sechsten Mal der Alpencup der Stadt Innsbruck mit internationaler Beteiligung statt. Mannschaften aus Italien, der Schweiz, Deutschland und Österreich sowie zwei Tiroler Teams kämpften um den Wanderpokal. Dieser ging heuer nach Italien. Die Mannschaft aus Borgo gewann mit 16 Punkten klar vor den Münchnern, die wie die dritt plazierten Schweizer aus Amriswil 13 Punkte erreichten. Die Spieler aus Bayern hatten aber das bessere Torverhältnis. Team Tirol 1 konnte mit 11 Punkten den vierten Platz belegen. Die zweite heimische Mannschaft erreichte den vorletzten 9. Rang. Trainer Markus Fischnaller ist trotzdem mit der Leistung seiner Mannschaften sehr zufrieden. "Heimische Turniere sind für uns immer besonders schwierig, weil wir uns auch noch um die Organisation kümmern müssen", meint Fischnaller zu dem Ergebnis seiner Torballer.
40 Jahre Blindensportgemeinschaft interessierte Politiker nicht
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Blindensportgemeinschaft Tirol (BSGT), die mit dieser Veranstaltung ihr 40jähriges Bestehen gefeiert hat. Obfrau Christine Horngacher ist mit dem Ablauf des Turnier sehr zufrieden. "Nachdenklich hat uns aber gestimmt, dass trotz unseres Jubiläums von offizieller politischer Seite niemand Zeit gefunden hat, unser Turnier zu besuchen." Dabei haben den Ehrenschutz für das Turnier Landeshauptmann DDr. Van Staa, Landtagspräsident Prof. Ing. Mader, Landesrätin Zanon zur Nedden, Bürgermeisterin Zach und Vizebürgermeister Dr. Bielowski übernommen. Die BSGT organisiert seit 40 Jahren die sportliche Betätigung von blinden und sehbehinderten Menschen in Tirol. Angeboten werden Schilauf alpin und nordisch, Schwimmen, touristisches Bergsteigen, Turnen, Gymnastik sowie Luftgewehrschießen.
Was ist Torball?
Torball ist die einzige Mannschaftssportart, die von Blinden und stark Sehbehinderten gespielt werden kann. Die Spieler müssen sich bei dieser rasanten
Sportart auf ihr gutes Gehör verlassen. Sehen können sie nichts, da zur Chancengleichheit alle Sportler eine Dunkelbrille tragen. Gespielt wird mit einem Klingelball. Das Spielfeld ähnelt einem Fußballfeld, eine Mannschaft besteht allerdings aus 3 Personen. Mit vollem Körpereinsatz verteidigen sie ein sieben Meter breites und 1,30 Meter hohes Tor.
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