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Neubau dringend erforderlich:

Bekommen Tirols Blinde neue Chancen für die Zukunft?

Das neue blinden- und sehbehinderten Zentrum Tirol.

Bautechnische Mängel und akute Raumnot im baufällig gewordenen Verbandshaus in der Amraserstraße machen es dem Tiroler Blinden- und Sehbehinderten (TBSV) unmöglich seine Klienten weiterhin umfassend zu betreuen. Dabei ist der TBSV seit 60 Jahren die einzige Anlaufstelle für 2500 blinde und sehbehinderte Menschen in Tirol. „Eine Baubestandsanalyse unseres 50 Jahre alten Hauses hat ergeben, dass ein Umbau nicht möglich ist“, erklärt Richard Payr, Obmann des TBSV. Der Neubau des Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol (BSZ-Tirol) an der gleichen Stelle ist daher dringend erforderlich. „Mit dem Neubau müssen wir noch diesen Herbst beginnen, ansonsten sind zukünftige Betreuungseinrichtungen in Gefahr,“ sagt Payr. Die TBSV Angestellten sind inzwischen in ein Ausweichquartier in der Sillgasse 8, 3. Stock übersiedelt. Von dort können vorübergehend die wichtigsten Dienstleistungen für Betroffene in Tirol erbracht werden.

Anzahl der zu betreuenden Personen stark angestiegen

Zu dem eklatanten Raummangel ist es gekommen, weil in den letzten Jahrzehnten, die Anzahl der zu betreuenden Personen stark zugenommen hat. Dementsprechend musste das Personal auf inzwischen 22 Voll- und Teilzeitbeschäftigte erhöht werden. „Außerdem haben wir unser fachliches Angebot erweitert“, erklärt Payr. „Vor 20 Jahren wurde unsere Pädagogische Frühförderung gegründet, in den 90iger Jahren folgte die Anstellung eines Rehabilitationstrainers, sowie die Schaffung einer Beratungs- und Hilfsmittelzentrale. Nur durch dieses umfassende Angebot können wir Betroffenen ein selbständiges Leben ermöglichen.“

Trotz dieser Verbesserungen haben die acht Frühförderinnen des TBSV nicht einmal eigene Therapieräume. „ Für unsere älteren Klienten war es manchmal unmöglich, in den 1. Stock zu gelangen, da wir in der Amraserstraße nur über eine enge, steile Treppe ohne Lift verfügen“, erklärt TBSV-Projektleiter Hannes Lichtner. „Unsere Beratungsstelle war in einem Durchgangszimmer untergebracht. Eine ungestörte Beratungsatmosphäre kann so nicht erreicht werden.“ Auch für die Präsentation von größeren Hilfsmitteln wie Bildschirmlesegeräten fehlt der Platz. Spezielle PC-Schulung, eine wichtige berufliche Qualifikation, können nicht durchgeführt werden. „Im BSZ-Tirol können wir viele neue Hilfsleistungen anbieten, wie zum Beispiel eine verbesserte Förderung blinder und sehbehinderter Kinder. Eigene Ausbildungsräume und Kurse erhöhen die Jobchancen der Betroffenen“, erklärt Payr. „Das BSZ-Tirol sichert damit die Zukunft unserer 1500 Klienten von 0 bis 103 Jahren.“

Öffentliche Hand hilft mit: Spenden trotzdem dringend erforderlich

Das Land Tirol, Stadt Innsbruck, die Privatstiftung der Tiroler Sparkasse Innsbruck-Hall und Licht ins Dunkel unterstützen das Projekt. „Trotz dieser Hilfe müssen wir noch 390.000 Euro durch Spenden- und Sponsorengelder aufbringen. Wir brauchen deshalb unbedingt die Hilfe der TirolerInnen und Tiroler“, appeliert Payr. „Jeder Euro hilft uns und wir sagen alle HelferInnen und Helfern von Herzen Danke.“ Spendenkonto: 0000-030155, BLZ 20503, Tiroler Sparkasse. Weitere Informationen: www.bausteinaktion.at

LH Herwig van Staa, BM Hilde Zach, TBSV-Obmann Richard Payr und Projektleiter Hannes Lichtner präsentierten das neue Blinden- und Sehbehindertenzentrum Tirol.

  • Daten und Fakten zum Blinden- und Sehbehinderten Zentrum: www.bausteinaktion.at

E-Mail: info@tbsv.org

Linkliste:

Bausteinaktion: Weitere Informationen.


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Letzte Änderung am 26.09.2005