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Nur mit Ihrer Unterstützung kann das Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol fertig gestellt werden!

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Wegen bautechnischer Mängel und akuter Raumnot musste im vergangenen Jahr das Verbandshaus in der Amraser Straße abgerissen werden.

Ohne Wohnung kein Arbeitsplatz: Hilfszentrum könnte unerfüllten Traum vom selbständigen Leben ermöglichen

„Ein selbständiges Leben führen“ – davon träumen die meisten blinden und sehbehinderte Menschen. Modernste Hilfsmittel und verbesserte Arbeitsmöglichkeiten können Betroffenen dieses ermöglichen. Für viele blinde Jugendliche in Tirol bleibt ein selbständiges Leben trotzdem nur ein unerfüllter Traum. Nicht selten müssen sie ein Jobangebot ausschlagen, weil es keine geeignete Unterkunft in der Nähe des Arbeitsplatzes gibt.

Für blinde Jugendliche beginnt nach dem Schulabschluss meist eine schwierige Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. „Die meisten unserer Klienten finden wenn überhaupt eine Anstellung in Innsbruck“, erklärt Richard Payr, Obmann des Tiroler Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes (TBSV). Da Betroffene ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, benötigen sie eine Wohnung in der Nähe ihres Arbeits- oder Ausbildungsplatzes. „Blinde Berufseinsteiger oder Auszubildende verdienen durchschnittlich weniger als ihre sehenden Kollegen, haben einen erhöhten Lebensaufwand und können sich daher die hohen Mietkosten in Innsbruck nicht leisten“, weiß Payr. „Außerdem können viele blinde Menschen die bisher nur zu hause gelebt haben, einen Haushalt nicht selbständig führen.“ Kochen, Putzen, Bügeln oder Wäsche waschen sind Tätigkeiten, die blinde oder schwerst sehbehinderte Menschen erst durch ein professionelles Training erlernen müssen. „Wir erleben es daher immer wieder das Jugendliche ein Jobangebot nicht antreten können, weil sie keine entsprechende Unterkunft in Innsbruck finden“, erklärt Payr.

Betreute Wohngemeinschaft im neuen Hilfszentrum soll Abhilfe schaffen

Der TBSV will diese Notsituation ändern. Im neuen Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol (BSZ-Tirol) soll auf 115 Quadratmeter eine betreute Wohngemeinschaft für blinde und schwerst sehbehinderte Jugendliche entstehen. „Unsere jungen Klienten sollen so früh wie möglich lernen, den Anforderungen im Haushalt und im öffentlichen Leben zu entsprechen“, sagt Payr. Wegen bautechnischer Mängel und akuter Raumnot musste im vergangenen Jahr das Verbandshaus in der Amraser Straße abgerissen werden. Seitdem werden die 1600 Klienten von einem Notquartier in der Sillgasse 8, 3. Stock aus betreut. Das neue Hilfszentrum soll die Versorgung der Betroffenen für die nächsten Jahrzehnte sicher stellen. Der TBSV wird deshalb im neuen Gebäude über einen speziellen PC-Schulungsraum, eine eigenen Frühförderstelle mit Spiel- und Therapieraum, blinden und sehbehindertengerechte Wohnungen und ausreichend Platz für die über 600 verschiedenen Hilfsmittel verfügen. Die Fertigstellung ist für Februar 2008 geplant.

Ein Teil der Baukosten ist noch nicht gesichert: TBSV bittet um Mithilfe

Trotz der Unterstützung von öffentlicher und privater Hand ist ein Teil der Baukosten noch nicht gesichert. Allein die anteiligen Baukosten für die Jugend-WG betragen 155.000 Euro. Dreißig Prozent der TBSV Klienten leiden unter mehreren Beeinträchtigungen. Bei der Einrichtung der Wohnungen muss deshalb besonders auf die behindertengerechte Ausstattung geachtet werden. Dies verursacht weitere 22.000 Euro an Kosten. „Wir hoffen mit Unterstützung der Öffentlichkeit die restlichen Baukosten aufbringen zu können“, sagt Payr. „Wir bitten die Bevölkerung daher, mit uns an einer selbständigen Zukunft für blinde Menschen in Tirol zu bauen.“

Spendenkonto: 0000-030155, BLZ 20503, Tiroler Sparkasse. Weitere Informationen: www.bausteinaktion.at

 
Kochen, Putzen, Bügeln oder Wäsche waschen sind Tätigkeiten, die blinde oder schwerst sehbehinderte Menschen erst durch ein professionelles Training erlernen müssen.

Das Spendengütesiegel 2006: Diese Auszeichnung wurde dem TBSV auch dieses Jahr wieder verliehen.

E-Mail: info@tbsv.org


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Letzte Änderung am 02.10.2007