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Spatenstich für die Zukunft blinder Menschen

Neues Gebäude sichert die zukünftige Betreuung

Der Spatenstich wurde von Vizebrgm. Sprenger, TBSV Verkehrsreferent Graff, Landtagsabg. Shiessling, NHT-Direktor Leiter, Vizebrg. Platzgummer, Bgm. Zach, TBSV Obmann Payr und LH van Staa (v. links) vorgenommen.

Bautechnische Mängel und akute Raumnot im Verbandshaus in der Amraser Straße machten es dem Tiroler Blinden- und Sehbehindertenverband (TBSV) unmöglich seine Klienten weiterhin umfassend zu betreuen. Der TBSV ist seit 60 Jahren die einzige Anlaufstelle für 2.500 blinde und sehbehinderte Menschen in Tirol. Das neue Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum soll die Versorgung der Betroffenen für die nächsten Jahrzehnte sicher stellen. „Wir wollen unseren Klienten neue Zukunftschancen bieten“, erklärt TBSV Obmann Richard Payr. Der TBSV wird deshalb im neuen Gebäude über einen speziellen PC-Schulungsraum, eine eigenen Frühförderstelle mit Spiel- und Therapieraum und ausreichend Platz für die über 600 verschiedenen Hilfsmittel verfügen. So kann das Betreuungsangebot erweitert werden. Der Spatenstich erfolgt im heurigen November. Die Fertigstellung ist für März 2008 geplant. Während der Bauphase bietet der TBSV seine wichtigsten Dienstleistungen in der Sillgasse 8, 3 Stock an.

Ein Vorzeigeprojekt für ein blinden- und sehbehindertengerechtes Gebäude

„Erstmals werden die Bedürfnisse Sehbehinderter und Blinder bei einem öffentlichen Gebäude von Anfang an möglichst vollständig berücksichtigt“, erklärt Projektleiter Mag. Hannes Lichtner. „Durch den Bau können daher neue Planungsgrundlagen für die Umsetzung barrierefreier Bauten geschaffen werden. Das Projekt ist damit österreichweit von Bedeutung.“ Ein spezielles Informations- und Leitsystem ermöglicht es Blinden und Sehbehinderten sich selbständig im Gebäude und in der Umgebung orientieren zu können. „Dafür sorgt ein taktiles Bodenleitsystem oder auch akustische Türschilder. Besonders berücksichtigt wurde ebenfalls eine sehbehindertengerechte Beleuchtung“, sagt Lichtner.

Besondere Herausforderungen bei der Planung und Durchführung

Die spezifischen Ansprüche an das Gebäude stellt für das Planungsteam eine Herausforderung dar. Für den Entwurf ist das Innsbrucker Architektenteam DI Peter Mayrhofer, DI Michael Pfleger und DI Maria Schneider verantwortlich, die als Sieger eines Architektenwettbewerbs hervorgegangen sind. Mit der NEUEN HEIMAT TIROL hat der TBSV einen professionellen Partner für die Baudurchführung an der Seite. Finanziell ermöglicht wird der Neubau durch das Land Tirol, die Stadt Innsbruck, Sponsoren, wie die Privatstiftung der Tiroler Sparkasse Innsbruck-Hall und Licht ins Dunkel, sowie die tatkräftige Hilfe vieler Tirolerinnen und Tiroler. „300.000.- Euro müssen wir jetzt noch über Spenden und Sponsoren aufbringen. Wir hoffen sehr auf weitere Unterstützungen“, sagt Obmann Payr. (Spendenkonto: 0000-030155, BLZ 20503, Tiroler Sparkasse. Weitere Informationen: www.bausteinaktion.at)

 Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz wurde über das Projekt informiert. (LH van Staa, Brgm. Zach, TBSV Obmann Payr, Vizebrgm. Sprenger, NHT-Direktor  Lugger v. links)

FAKTEN ZUM BLINDEN- UND SEHBEHINDERTEN-ZENTRUM TIROL

  • Entwurf: Architekten Peter Mayrhofer / Michael Pfleger / Maria Schneider
  • Baudurchführung: Neue Heimat Tirol
  • Gesamtfläche des Gebäudes: rund 1.800 m2 (inkl. Nebenfläche und Tiefgararge)
  • auf rund 1.200 m² Fläche entsteht ein modernes Beratungs- u. Rehabilitationszentrum
  • + 600 m2 Wohnbereich für 8 behindertengerechte Wohnungen, die speziell für Blinde und Sehbehinderte adaptiert werden
  • ein "Sinnesgarten" soll als Erlebnis- und Erfahrungsraum für Betroffene und Interessierte dienen
  • durch eine spezielle blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung soll ein österreichweites Vorzeigeprojekt entstehen
  • Baubeginn: November 2006; Fertigstellung: März 2008

    Finanzierung:

  • Projekt-Gesamtkosten: 3,2 Millionen Euro
  • Finanzierungsbeitrag Land Tirol und Stadt Innsbruck: jeweils rund 900.000.- Euro
  • Wohnbauförderungsmittel Land Tirol: 370.000.- Euro
  • Finanzierungsanteil Tiroler Blinden- und Sehbehinderten-Verband: 1,4 Millionen Euro (inklusive Wohnbauförderungsmittel)
  • davon müssen 390.000.- Euro durch Spenden und Sponsoren aufgebracht werden (www.bausteinaktion.at)

Weitere Informationen zum Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol: www.bausteinaktion.at

Landeshaupt DDr. Herwig van Staa nutzte den Termin, um sich mit Betroffenen wie Beate Krames mit ihrem Blindenführhund Borgart, zu unterhalten.

E-Mail: info@tbsv.org

Linkliste:

Bausteinaktion Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol


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Letzte Änderung am 26.09.2005