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Blinder Vandalismus zerstört Leitsystem für Sehbehinderte

Günter Oberhauser, ÖBB Projektleiter und Dietmar Graff, TBSV Verkehrsreferent begutachten eine zerstörte Handlaufinformation.

Der Innsbrucker Bahnhof ist eigentlich einer der behindertenfreundlichsten in ganz Österreich. Das dort installierte Leitsystem ermöglicht es blinden und sehbehinderten Menschen sich selbständig zu orientieren. Vor sechs Wochen wurden 52 Handlaufinformationen aufgeklebt. Diese schwarzgelben Schilder mit tastbarer Normalschrift weisen ortsfremden Betroffenen den Weg zu den richtigen Bahnsteigen oder zum Infostand.

1/3 der Handlaufinformationen bereits beschädigt

„Eindrittel der Handlaufinformationen sind aber schon beschädigt“, weiß Dietmar Graff, Verkehrsreferent des Tiroler Blinden-und Sehbehinderten-Verbandes (TBSV). „Es ist mir unerklärlich, aber es gibt Vandalen die sogar mit scharfen Gegenständen versuchen, die aufgeklebten Schilder runterzukratzen.“ Fünf Schilder sind soweit zerstört, dass sie noch diese Woche ausgetauscht werden müssen. Die Kosten trägt die ÖBB, da die Verursacher unbekannt sind. „Es ist ein Wahnsinn“, ärgert sich auch Günter Oberhauser, ÖBB Projektleiter, über die blinde Zerstörungswut einiger Leute. „Vandalismus ist ein generelles Problem. Wir werden deshalb unser Security Team verstärken und Überwachungskameras einrichten.“

Auch Jenbach betroffen

Betroffen von solchen Gewaltakten sind allerdings auch Leitsysteme an anderen Tiroler Bahnhöfen. Die zwölf Handlaufinformationen am Jenbacher Bahnhof wurden so zum Beispiel seit ihrem Bestehen alle schon mindestens einmal ausgetauscht. „Ich weiß nicht warum die Leute das tun, aber ich hoffe das sie damit aufhören diese wichtige Einrichtung für behinderte Menschen zu zerstören“, wünscht sich der vollblinde Graff.

E-Mail: info@tbsv.org

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Letzte Änderung am 26.09.2005