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Berufsbilder: Masseur

Vorwort Sehbehinderte und blinde Masseure - ein Einblick in die Tätigkeit Michael Scharnagl - ein sehbehinderter Masseur auf hoher See Aspekte des Sehens: Retinopathia pigmentosa Veranstaltungshinweise: RP-Treffen und Themenabend Informationen zum Projekt, dem Fördergeber und dem Versand Impressum

Vorwort von Projektleiter Mag. Kurt Lorbek

Portrait von Projektleiter Mag. Kurt Lorbek. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ich freue mich Sie hier erstmals begrüßen zu dürfen und möchte mich damit auch gleich bei Ihnen vorstellen: Mein Name ist Kurt Lorbek und ich habe die Leitung des Projekts „sehensWert“ übernommen.

Für mich, als ehemaliger Leistungssportler, ist das Projekt „sehensWert“ wie ein spannender Wettkampf: Bevor es in die „heiße“ Phase geht wird hart trainiert, um sich bestens vorbereiten zu können. In diesem Abschnitt bekommen alle Teilnehmer die nötigen Fähigkeiten mit auf den Weg, um auch mit ihrer Sehbehinderung dieselben Leistungen zu erbringen, wie normal Sehende. Nach dem Startschuss entscheidet sich, wie gut das Training und die Vorbereitung waren. Egal wie viele Hürden jeder Einzelne nehmen muss – im Rahmen des Projekts „sehensWert“ geben wir blinden und sehbehinderten Menschen das Werkzeug mit, um erfolgreich am Arbeitsmarkt bestehen zu können.

Dass dies gelingt, zeigt die Geschichte von Michael Scharnagl, der mit 22 Jahren bereits als Masseur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat. Doch für den Beruf des Masseurs braucht es weit mehr, als eine rein theoretische Ausbildung. Auch das erfahren Sie in diesem Newsletter.

Sehen hat viele Aspekte – einer davon heißt RP - Retinopathia pigmentosa. Die erblich bedingte Netzhauterkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass anfänglich meist eine Nachtblindheit eintritt, das Gesichtsfeld sich anschließend verengt, sich Kontrast- und Farbsehen und später auch die Sehschärfe verschlechtert. Wir vernetzen Betroffene und fördern den aktiven Austausch – dadurch leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe.

Unsere Klientinnen und Klienten sind mit der gezielten Förderung und Unterstützung den Anforderungen des Arbeitsmarktes besser gewachsen und haben höhere Chancen sich weiter zu entwickeln.

Gemeinsam mit meinem Team freue ich mich auf die weitere, gute Zusammenarbeit mit dem Bundessozialamt, Landesstelle Tirol, unter der Leitung von Mag. Walter Guggenberger, und mit allen anderen Netzwerkpartnern.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Kurt Lorbek

Sehbehinderte und blinde Masseure - Ein Beitrag von Wolfgang Berndorfer

Der Beruf des Masseurs oder der Masseurin gehört zu den in der Öffentlichkeit bekanntesten Berufsbildern für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie gelten für diesen Beruf sogar als prädestiniert, weil ihr Fingerspitzengefühl als besonders ausgeprägt gilt – und das wohl zu Recht. Denn sehbehinderte und blinde Menschen sind in ihrem Alltag besonders auf den Tastsinn zur Kompensation des geringeren Sehvermögens angewiesen. Besonders beim Lesen der Blindenschrift. geht es darum minimale Unterschiede zu ertasten.

Das Berufsbild Masseur im Detail

Michael Scharnagl - ein sehbehinderter Masseur auf hoher See

Traumjob auf hoher See: der sehbehinderte Tiroler Michael Scharnagl hat das Abenteuer gewagt und hat heuer als Masseur auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet. Hier hat er nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungen gemacht. Trotzdem würde er den Schritt immer wieder wagen.

Hier geht es zum Bericht von Michael Scharnagl

Aspekte des Sehens: Retinopathia pigmentosa

Was sich hinter dem komplizierten Namen Retinopathia pigmentosa verbirgt, ist eine erblich bedingte Netzhauterkrankung. Die tückische Erkrankung verläuft oft lange Zeit unbemerkt und führt meistens zur kompletten Erblindung. Aber welche Anzeichen gibt es? Und wie wirkt sich RP auf das Berufsleben aus?

Mehr über Retinopathia pigmentosa

Veranstaltungshinweise

Freitag, 28. Oktober 2011, RP-Treffen

Ort: Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol, Amraser Straße 87, Innsbruck

Dauer: 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Menschen mit erblichen Netzhauterkrankungen treffen sich im TBSV alle zwei Jahre zu Vorträgen und zum Austausch. Zu dieser Gruppe zählen Personen mit Retinopathia pigmentosa (RP) oder juveniler Makuladegeneration.

Auch heuer konnten wir wieder namhafte Referenten gewinnen, die uns über den aktuellen Stand der medizinischen Forschung zu Diagnostik und Therapie informieren: Dr. Georg Blatsios ist Spezialist für Netzhautdystrophien an der Universitätsklinik für Augenheilkunde Innsbruck. Dr. Andreas Janecke arbeitet an der Innsbrucker Kinderklinik als Humangenetiker mit einem Forschungsschwerpunkt zu erblichen Netzhauterkrankungen. Im Anschluss an die Vorträge planen wir erstmals Gesprächsgruppen und Open Space – Bereiche. Dr. Nicola Janecke wird eine Gesprächsrunde zur psychischen Bewältigung einer Sehbehinderung leiten. Offene Gesprächsrunden werden sich mit elektronischen Hilfsmitteln, Fragen zu Rehabilitation und Blindenstock oder Fragen von Beruf und Invalidität beschäftigen.

Dienstag, 15. November, Themenabend „Entwicklung der Behindertenpolitik – Rückblick – Ausblick“

Ort: Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol, Amraser Straße 87, Innsbruck

Beginn: 18:30 Uhr

Mag. Walter Guggenberger, Leiter des Bundessozialamt Tirol, hält ein Impulsreferat zum Thema "Entwicklung der Behindertenpolitik - Rückblick - Ausblick". Im Anschluss findet eine Gesprächsrunde statt. Alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen - es ist keine Anmeldung nötig!

Informationen zum Projekt "sehensWert" und zum Versand

Informieren Sie sich hier über unsere Unterstützungsangebote im Rahmen dieses Projektes!

Hier geht es zur ausführlichen Projektbeschreibung Logo des Bundessozialamtes, Landesstelle Tirol: Gruppe von Menschen in rot gezeichnet mit Schriftzug in rot unten. Durch Anklicken kommen Sie zur Homepage des Bundessozialamts.

Das Projekt "sehensWert" - "Berufsorientierung und Berufsqualifizierung für Blinde und Sehbehinderte in Tirol" wird finanziert aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der Österreichischen Bundesregierung für Menschen mit Behinderung.

Hinweis zum Versand

Bei dem Projekt "sehensWert" handelt es sich um eine Initiative des Tiroler Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes. Wir versenden diesen Newsletter an unseren gesamten Verteiler. Der "sehensWert"-Newsletter erscheint viermal im Jahr. Sollten Sie kein Interesse am "sehensWert"-Newsletter haben, aber weiterhin über Veranstaltungen und andere Projekte des TBSV informiert werden wollen, bitten wir Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff "sehensWert-Newsletter abmelden" zu senden. Wir freuen uns auch über ihre Rückmeldung und Meinung.

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