Mit Adaption wird die Anpassung des Auges an unterschiedliche Lichtverhältnisse bezeichnet.
Der Lichteinfall wird durch die Öffnung der Pupille geregelt. Bei hellen Lichtverhältnissen verengt sich die Pupille, in der Dunkelheit wird sie weiter geöffnet.
Daneben hat auch die Netzhaut die Fähigkeit, sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen. Dies kann sogar einzelne Netzhautregionen betreffen, die unterschiedlich starkem Licht ausgesetzt sind (Lokaladaption). Die Netzhaut "denkt mit" und löst bestimmte Erwartungshaltungen aus, wodurch auch das Phänomen der Nachbilder erklärt werden kann.
Probleme können beim Wechsel von Lichtverhältnissen entstehen. Im Normalfall erfolgt die Anpassung von der Dunkelheit auf helle Lichtverhältnisse relativ rasch, während sie umgekehrt vom Hellen ins Dunkle durchaus eine halbe Stunde brauchen kann. Bei einigen Augenerkrankungen kann diese Anpassungszeit weiter verzögert sein. Betroffene Personen haben dann vor allem im Eingangsbereich von Gebäuden oder in Unterführungen große Probleme bei der Mobilität.